Beichte Nr. 32

Voten (197x bisher)
2 Kommentare

Als ich mit zwei Freunden an einem Bahnhof auf meinen Anschlusszug wartete, hatte ich plötzlich das dringende Bedürfnis, eine Toilette aufzusuchen. Den anderen beiden ging es nicht anders. Als wir die Toilette fanden, standen wir vor einer Absperrung, die einen nur durchließ, wenn man 50 Cent bezahlte. Ein wenig teuer, dachten wir uns. Also stellte ich mich als erstes vor die Absperrung, die beiden anderen drängen sich so gut es ging an mich ran, damit wir in einem Mal zusammen durchkommen konnten. Ich warf 50 Cent ein und war plötzlich so einem Druck ausgesetzt, dass wir alle zusammen mit einem lauten Krachen durch die Drehtür gelangten und uns dahinter auf die Nase legten. Bis dahin war es noch lustig. Als ich mich aber umdrehte, merkte ich, dass die komplette Absperrung dran glauben musste. Und schon kam auch der ausländische „Toilettenwächter“ und versuchte – anstatt uns anzuschreien oder wütend zu sein – verzweifelt, seine Einnahmequelle zu repariere. Dabei stammelte er die ganze Zeit in gebrochenem Deutsch Sachen wie: „Oh, nein, kaputt! Ich bin ruiniert! Was soll ich jetzt machen?“. Scheinbar hatte die Bahn den Toilettenbetrieb abgegeben, so dass der Toilettenmann tatsächlich sein Einkommen aus den 50 Cent pro Toilettenbesuch schöpfte. Wir machten uns aus dem Staub. Seitdem plagen mich starke Gewissensbisse.

Beichte Nr. 29

Voten (192x bisher)
1 Kommentar

Wenn bei McDonalds mal wieder superlange Schlangen und die Bedienungen sowieso immer schon total angepisst und gestresst sind, mach ich manchmal extralange, total komplizierte Bestellungen, tu so, als hätte die Bedienung etwas falsch verstanden und ändere die Bestellung wieder. Gemein, ich weiß, aber ich sehe das als Rache, für die Zeit, die mir gestohlen wurde,als ich in der Schlange gewartet habe.

Beichte Nr. 30

Voten (186x bisher)
1 Kommentar

Ich hasse Leute, die ständig im Weg herumstehen. Leute, die sich einen Dreck um andere scheren. Menschen, die meinen, ihren blöden Kinderwagen in den ohnehin schon total überfüllten Bus quetschen zu müssen. Leute, die beim Weihnachtsmarkt gerade an den engsten Stellen anhalten und quatschen müssen. Das ist der Grund, aus dem ich gegen jeden Ikea-Besuch ansehe. Bei den ganzen mit 0,5 km/h herumschlendernden Leuten bekomme ich das Kotzen! Warum achtet jeder immer nur auf sich selbst und niemand mal auf andere?

Beichte Nr. 22

Voten (179x bisher)
3 Kommentare

Meine imaginären Freunde hassen mich.

Beichte Nr. 25

Voten (170x bisher)
2 Kommentare

Ich hatte in der Schulzeit immer den Eindruck, dass die 7.-Klässler, die jedes Jahr neu dazu kamen, von Jahr zu Jahr schlimmer und dreister wurden. Als dann die Orientierungsstufe (in Niedersachsen) abgeschafft wurde, kamen nun auch noch 5.- und 6.-Klässler dazu. Und da waren wirklich eine Menge kleine Scheißer dabei, die immer auffallen und stören mussten. Einmal fingen die Biester an zu treten. Das war kurz vor meinem Abitur. Ich hab das Kind also in den Schwitzkasten genommen und bin mit ihm schön langsam in Richtung Toilette gegangen. Ihm wurde langsam klar, was ich vorhatte und plötzlich war er ganz kleinlaut. Tja, mir war das egal. Ich hab ihn also zum erstbesten Pissoir geschleppt und seinen Kopf reingesteckt. Als er dann nur schrie: „Ihgitt, das stinkt!“, drückte ich die Spülung. Er – inzwischen am Heulen – bettelte, ich solle aufhören. Tat ich dann auch. Blöderweise ging er sofort zum Schulleiter. Der lud mich dann vor und sagte mir, so etwas dürfe nicht nochmal vorkommen. Ein anderer Lehrer erzählte am nächsten Tag, dass die Aktion DAS Thema im Lehrerzimmer gewesen sei und sich die Lehrer – schließlich war das Kind auch ihnen als Plagegeist bekannt – köstlich darüber amüsiert hätten.

Beichte Nr. 23

Voten (165x bisher)
2 Kommentare

Ich hasse all diese Schminktussis mit ihrer fetten Make-Up-Schichten auf dem Gesicht. Regelmäßig mache ich mich darüber lustig, aber vor einigen Wochen habe ich mich selbst nach langer Zeit mal wieder geschminkt und bemerkt, wie viel besser und hübscher ich mich damit gefühlt habe. Seitdem schminke ich mich auch jeden Tag, obwohl es total gegen meine Prinzipien ist.

Beichte Nr. 24

Voten (163x bisher)
2 Kommentare

Als ich noch jünger war (vielleicht 5 oder 6), hatten ich und meine kleine Schwester Schildkröten in einem Aquarium. Als es Winter wurde, machte ich mir Sorgen darüber, ob diese vielleicht frieren könnten. Menschen machen in Zimmern Heizungen an, vielleicht brauchten die Schildkröten ja auch warmes Wasser. Kurz entschlossen stellte ich den Wasserkocher an und kippte das heiße Wasser ins Aquarium. Kurze Zeit später fand mein Vater die totgekochten Schildkröten. Ich konnte erst garnicht begreifen, was ich getan hatte, war aber total traurig. Ich hoffe, dass man wegen nicht beabsichtigtem Haustiermord nicht in die Hölle kommt...

Beichte Nr. 21

Voten (161x bisher)
1 Kommentar

Ich beichte, dass ich immer nur an mich denke. Wenn ich Entscheidungen fälle, tue ich in erster Linie das, was mir die meisten Vorteile bringt. Damit habe ich schon sehr viele Menschen verletzt. Und das Schlimme ist, dass mir das recht egal ist. Ich habe so schon eine Menge Freunde verloren und Kontakte abgebrochen, aber ich lerne schnell neue Leute kennen, die ich irgendwann auf die gleiche Weise wieder verliere. Ich kann einfach nicht anders. Mir fehlt irgendwie die emotionale Intelligenz.

Beichte Nr. 20

Voten (156x bisher)
2 Kommentare

Mein bester Freund hat mir erzählt, dass er fremdgegangen ist. Er bekommt ständig die Frauen, von denen ich auch etwas will. Dabei ist er ein echtes Arschloch, spielt mit ihnen, geht hin und wieder fremd und behandelt seine Freundinnen wie den letzten Dreck. Bei mir hätten sie es ungelogen um Welten besser. Schade, dass ihnen das nicht klar zu sein scheint. Jedenfalls bin ich irgendwann zu seiner derzeitigen Freundin gegangen und habe ihr von seiner Untreue erzählt. Sie machte dann Schluss und ich bin seitdem stets gut beschäftigt damit, seine potentiellen neuen Freundinnen vor ihm zu warnen. Warum? Keine Ahnung. Neid? Wahrscheinlich.

Beichte Nr. 5

Voten (150x bisher)
1 Kommentar

Jedes Jahr zu Weihnachten das gleiche: Die Stadt ist vollgestopft mit tausend Leuten, die tausend Geschenke kaufen wollen. Die Fußgängerpassagen werden dann natürlich auch noch durch tausende Fressstände, die sich "Weihnachtsmarkt" schimpfen, verstopft und man braucht für 25 Meter Strecke ungefähr 25 Minuten. Ich habe nun damit angefangen, keine Rücksicht mehr auf die rumschlendernden Leute zu nehmen. Daher bin ich den kompletten Dezember mit ausgefahrenen Fäusten durch die Stadt gelaufen und habe dem einen oder anderen Weihnachtsmarktbesucher einen ordentlichen Stoß in den Rücken verpasst. Dabei können ja die einzelnen Leute garnichts dafür. Schließlich trage ich selbst ja auch dazu bei, dass die Innenstadt so vollgestopft ist...

zurück weiter

oder direkt weiter zu Seite von 5