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Als ich mit zwei Freunden an einem Bahnhof auf meinen Anschlusszug wartete, hatte ich plötzlich das dringende Bedürfnis, eine Toilette aufzusuchen. Den anderen beiden ging es nicht anders. Als wir die Toilette fanden, standen wir vor einer Absperrung, die einen nur durchließ, wenn man 50 Cent bezahlte. Ein wenig teuer, dachten wir uns. Also stellte ich mich als erstes vor die Absperrung, die beiden anderen drängen sich so gut es ging an mich ran, damit wir in einem Mal zusammen durchkommen konnten. Ich warf 50 Cent ein und war plötzlich so einem Druck ausgesetzt, dass wir alle zusammen mit einem lauten Krachen durch die Drehtür gelangten und uns dahinter auf die Nase legten. Bis dahin war es noch lustig. Als ich mich aber umdrehte, merkte ich, dass die komplette Absperrung dran glauben musste. Und schon kam auch der ausländische „Toilettenwächter“ und versuchte – anstatt uns anzuschreien oder wütend zu sein – verzweifelt, seine Einnahmequelle zu repariere. Dabei stammelte er die ganze Zeit in gebrochenem Deutsch Sachen wie: „Oh, nein, kaputt! Ich bin ruiniert! Was soll ich jetzt machen?“. Scheinbar hatte die Bahn den Toilettenbetrieb abgegeben, so dass der Toilettenmann tatsächlich sein Einkommen aus den 50 Cent pro Toilettenbesuch schöpfte. Wir machten uns aus dem Staub. Seitdem plagen mich starke Gewissensbisse.